Schriftzug Museum Pönitz Deutschland und Cap Arcona in der Lübecker BuchtLeave Center No 2 ScharbeutzSommerfrische
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Sonderausstellung - 06. Juni bis 29. November 2020

1945 - Kriegsende und Neubeginn

Die Lübecker Bucht vor 75 Jahren

1945 - Kriegsende und Neubeginn

Letzte Zuflucht Norden

Aus allen Richtungen fliehen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs deutsche Zivilisten und Soldaten vor den alliierten Truppen in das noch unbesetzte Schleswig-Holstein. Der Anteil der Flüchtlinge an der Bevölkerung ist 1946 mit fast 43 Prozent so hoch wie in keinem anderen späteren Bundesland, in Ostholstein liegt er mit 50 Prozent noch höher, in der heutigen Gemeinde Scharbeutz beträgt er sogar 61,9 Prozent. Und sie alle wollen ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und möglichst auch noch Arbeit.

Die Cap-Arcona-Katastrophe

Die größte Tragödie der letzten Kriegstage ist die Bombardierung des einstigen Luxusdampfers„Cap Arcona“ und weiterer Schiffe vor Neustadt.
Etwa 7.000 Menschen – KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene – sterben durch britische Bomben und deutsches Gewehrfeuer.

Die Besatzung

In der von britischen Truppen besetzten Gemeinde Scharbeutz entwickelt sich nach
Kriegsende ein widersprüchliches Leben. Die Briten organisieren den Wandel zu einem
demokratischen Deutschland, die Hotels und Pensionen werden zu Urlaubszentren für Soldaten der britischen Rheinarmee (Foto), Haffkrug und Sierksdorf müssen für gut ein Jahr von den Einwohnern verlassen werden, damit dort etwa 10.000 „Displaced Persons“ einquartiert werden können: überlebende KZ-Häftlinge, ehemalige
Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Polen, der Sowjetunion und dem Baltikum.

Auch diesem lange unbekannten Kapitel der deutschen, der schleswig-holsteinischen, der Scharbeutzer Geschichte und weiteren Themen widmet sich die Sonderausstellung

"1945 – Kriegsende und Neubeginn. Die Lübecker Bucht vor 75 Jahren".

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